Bau der Strecke (Bilder folgen)


Bau der Strecke in Rekordzeit

Der Spatenstich erfolgte am 29. September 1898 von Frau Agga Franzius, Tochter des Landrates am Borgfelder
Deich (Landesgrenze). Der Ort wurde gewählt, weil hier zwei Brücken gebaut werden mussten (Flut- und Strombrücke).
Eine Flutbtrücke über die Wümmeniederung und die Strombrücke über die Wümme selbst.
Die Trasse bis Tarmstedt war überwiegend Moorgebiet.


Hier musste auf ganzer Strecke der Boden ausgetauscht und mit Sand und Kies verfüllt und verdichtet werden.
Diese Arbeiten wurde überwiegend mit sog. Baubahnen gemacht, dessen Gleise anfangs eilig neben der zu bauenden
Strecke verlegt wurden. 2 Bauloks (Albert und Gerhard) der Firma Sprickerhoff waren hier eingesetzt.
Das Material für die Brücken wurde vom Wasserweg durch Schuten und Lastkähne angeliefert und
anschließend mit der Baubahn oder mit Fuhrwerken weitertransportiert.
Hochbauten wie das Bahnhofsgebäude in Lilienthal waren erstmal nur eingeschossig gebaut worden (außer Bf-Hemmstraße und Bf-Tarmstedt). Das Bahnhofsgebäude in Lilienthal war im November 1899 fertig.

 

Im Januar 1900 war das Teilstück "Wörpedorf-Truperdeich" fertig.
Im Mai 1900 war das Teilstück "Tarmstedt-Wörpedorf" fertig.


Im September 1900 trafen dann beide Strecken an der Wümme fertig aufeinander und die
Gesamtstrecke war somit fertiggestellt. So konnte die Eröffnung der Kleinbahn für den
04. Oktober 1900 festgesetzt werden.


Im September noch erfolgten Abnahmen der Bremischen und preußischen Baubehörde durch
voll beladene Kieszüge und weiteren Streckenfahrten.
Noch vor dem offiziellen Eröffnungstermin gab es inoffizielle Fahrten
(Der Präsident von Stade von Lilienthal bis Worphausen. Danach
weiterfahrt mit Kutsche nach Worpswede).

Venlo-Hamburger Eisenbahn

Es gibt noch eine interessante Anmerkung zum Streckenabschnitt vom Bhf. Bremen-Parkbahnhof bis zum damaligen Umladebahnhof Utbremen. Auf diesem Teilstück fuhr bereits ab 1874 ab dem alten "Hamburger Bahnhof" die Staatsbahn und war Teil der Venlo - Hamburger Strecke. Der Hamburger Bahnhof war der Vorläufer des heutigen Bremer Hauptbahnhofes und befand sich dort, wo sich heute die Stadthalle und die Messehallen befinden.

Die uns heute noch in einer langen Kurve gezogener Parkabschnitt ab Hemmstraße bis zum Ende wurde damals auch "Hamburger Kurve" genannt. Um 1890 wurde das Teilstück und auch die Trasse, sowie der alte Hamburger Bahnhof abgerissen. Paralell dazu wurde der heutige Bremer Hauptbahnhof gebaut und die "Hamburger Kurve" nördlicher verlegt, so wie wir sie heute kennen, wenn wir vom Hauptbahnhof ein Stück hinaus in die langgezogene Kurve am Rande Findorffs fahren und dann in den Bürgerpark einmünden.